Der Fall von Anna, Max und Iradj El-Qalqili - eine christliche, kanadische Mutter aus Waterloo, Ontario, benutzt die Scharia

1.Max (5 Jahre) und Anna (4 Jahre) sind deutsche und kanadische Staatsbürger. Beide wurden in Dubai geboren und haben direkt nach ihrer Geburt kanadische Pässe erhalten.

2.Ihre kanadische Mutter hat Anfang 2017 den Scheidungsprozess in Dubai begonnen und ist mit den Kindern aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen. Bis dahin war der Vater die Hauptbezugsperson.

3.Das Gericht in Dubai hat daraufhin eine standardisierte, einstweilige Verfügung erlassen (auf den Scharia-Gesetzen beruhend). Durch diese Verfügung hatte die Mutter sofort das alleinige Sorgerecht, dem Vater wurde als Minimum eingeräumt, die Kinder fuer 3 Stunden jede Woche im Kinderschutzzentrum zu sehen, den Standards des Gerichtes in Dubai entsprechend.

1.Der Schaden, der Max und Anna seit 2017 entsteht, ist dokumentiert – verschiedene Berichte von der Schule, Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten und anderen liegen vor.

2.Der entstandene Schaden ist sogar durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt. Die WHO hat die Krankenakten studiert und darauf basierend Empfehlungen ausgesprochen. Besonders alarmierend ist z.B. gravierendes Untergewicht und Einnässen (mit 5 Jahren bis zu dreimal am Tag in der Schule).

3.Auf den WHO-Empfehlungen basierend, hat das Gericht in Dubai Anfang 2019 eine einstweilige Verfügung erlassen, dass die Kinder von einem vom Gericht anerkannten Arzt untersucht werden sollen. Trotz der monatelangen Bemühungen des Vaters verweigert die Mutter diese Untersuchung und ficht derzeit die Verfügung an.

1.Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben das Abkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes unterzeichnet. In diesem Abkommen sind die grundsätzlichen Rechte von Kindern verbrieft. Dazu gehören z.B. das Recht auf eine Identität und entsprechende Dokumente (also z.B. einen Pass, Artikel 7 und 8), das Recht, innerhalb der Familie, besonders mit den Eltern, aufzuwachsen (Artikel 9), als auch das Recht, u.a., die eigene Kultur zu leben (Artikel 29 & 30). Staaten, die dieses Abkommen unterzeichnet haben, sind durch internationales Recht daran gebunden.

2.Seit 2017 haben die Gerichte von Dubai es ermöglicht und unterstützt, dass Max’ und Annas Menschenrechte folgendermassen verletzt wurden und werden:

  1. Keine deutschen Pässe: Die Gerichte haben drei Anträge des Vaters abgewiesen, dass die Mutter die notwendigen Unterlagen zur Passbeantragung beibringen muss;
  2. Familienbindung gekappt: Die Gerichte haben vier Anträge des Vaters abgewiesen, die es den Kindern ermöglicht hätten, ihre Verwandten in Deutschland wieder zu treffen. Und dies, obwohl der Vater nachweisen konnte, dass die Grossmutter schwerst krank ist. Der Mutter erlaubte das Gericht allerdings mehrfach, mit den Kindern z.B. nach Singapur zu reisen, wo es keine Familienmitglieder gibt;
  3. Keine deutsch-sprachige Erziehung: Die Gerichte haben zwei Anträge des Vaters abgelehnt, die notwendigen Unterlagen von der Mutter zu bekommen, um die Kinder in einer Schule anzumelden, wo sie zumindest teilweise auf Deutsch unterrichtet würden;
  4. Vom Vater getrennt: Seit Mai 2018 hat es das Gericht in Dubai es nicht vermocht, die eigene Anordnung durchzusetzen, dass der Vater die Kinder mindestens drei Stunden in der Woche sehen kann.

1.Bestätigungen des Deutschen Generalkonsulats in Dubai: Das Generalkonsulat hatte mehrere Dokumente für die Gerichte ausgestellt, u.a., um zu bestätigen, dass der Vater alle relevanten Gesetze zum Thema Scheidung und Sorgerecht beigebracht hatte. Die VAE erlauben Ausländern, in Privatangelegenheiten ihr nationales Gesetz zu verwenden. In diesem Fall wurden die Dokumente des Generalkonsulates einfach ignoriert und Scharia-Gesetze angewendet;

2.Eine Expertise einer deutschen Anwaltsfirma, die in Dubai eine Niederlassung hat. Diese Expertise bekräftigte die Dokumente des Generalkonsulates;

3.Mehrere Berichte von Ärzten, Psychotherapeuten und anderen Fachleuten, die bei der Dubai Health Authority registriert sind. Diese Dokumente beschreiben Max und Anna vor und nach der Trennung von ihrem Vater;

4.Reports und Stellungnahmen sowohl von der Schule der Kinder als auch von einzelnen Lehrern, die beschreiben, wie und wie sehr hauptsächlich der Vater sich um die Kinder gekümmert hat;

5. Unterlagen von der Polizei in Dubai, die die Vernachlässigung der Kinder belegen, während sie in der Obhut der Mutter sind.

1.Zum Vater: Max und Anna haben hauptsächlich Zeit mit ihrem Vater verbracht, bevor die Mutter mit ihnen ausgezogen ist. Die Nachweise darüber wurden zwar dem Gericht vorgelegt, aber ignoriert (z.B. Ein- und Ausreisestatistiken von der Grenzkontrolle, die belegen, dass der Vater insgesamt jedes Jahr Monate mit ihnen alleine verreist ist, während die Mutter oft alleine verreiste; Unterlagen von der Schule, Aussagen von Zeugen unter Eid…)

2.Zur Familie väterlicherseits: Max und Anna haben mehr als 20 Verwandte alleine in Berlin, aber auch viele im Mittleren Osten (inkl. der VAE). Vor der Trennung in 2017 gab es viele wechselseitige Besuche mit diesen Verwandten. Seitdem die Kinder in der Obhut der Mutter sind, haben Max und Anna diese Verwandten nicht mehr gesehen. Besonders schlimm ist die erzwungene Trennung, weil Max’ und Annas Grossmutter schwer krank ist und weil diese Bindung besonders eng war. Die deutsche Grossmutter war z.B. das einzige Familienmitglied, das am Tag der Geburt der Kinder dabei war und in den folgenden Wochen sich mit um die Kinder gekümmert hat.

3.Zu ihren Kindermädchen: Seit ihrer Geburt waren Max und Anna an zwei Damen, Egie und Anna, gewöhnt, die sich um sie gekümmert haben. Nachdem die Mutter mit den Kindern auszog, wurde auch der Kontakt mit diesen Kindermädchen inzwischen komplett gekappt.

4.Zu ihren Haustieren: Im gemeinsamen Haus wohnten 5 Katzen mit Max und Anna, die sie teils selbst adoptiert hatten. Seit dem erzwungenen Auszug dürfen Max und Anna sie nicht mehr besuchen.

1.Alle drei Instanzen der Gerichte in Dubai haben den Fall verhandelt. In der ersten Instanz wurde festgestellt, dass deutsches Recht anwendabr sei, aber das alleinge Sorgercht wurde trotzdem nach Scharia-Kriterien an die Mutter vergeben. Das Berufungsgericht entschied, dass deutsches Recht nicht anwendbar sei, und ignorierte deshalb alle Argumente des Vaters. Das höchste Gericht von Dubai, der Court of Cassation, bestätigte die Entscheidung des Berufungsgerichtes nach Scharia-Gesetz, und ganz explizit, die Maxime, dass das Sorgerecht „generell ein Recht der Mutter” sei.

2.Der Generalstaatsanwalt von Dubai kann Gerichtsentscheidungen von Fall zu Fall aufheben. Eine solche Aufhebung würde es erlauben, den Fall nochmals nach deutschem Recht zu verhandeln.

Wer diese Petition unterzeichnet, unterstützt den Vater von Max und Anna darin, eine Sorgerechtslösung nach deutschem Recht zu finden, die den Kindern folgende Dinge ermöglichen würde:

1.Zugang zu medizinischer Vorsorgung und allen notwendigen Therapien: Max’ und Annas Unterlagen wurden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geprüft. Auf die Empfehlung der WHO hat das Gericht in Dubai eine Eilverordnung erlassen. Derzeit ficht die Mutter die Eilverordnung an, da sie sich weigert, die Kinder von dem vom Gericht zugelassenen Arzt untersuchen zu lassen.

2.Regelmässigen und hinreichenden Umgang mit beiden Eltern: Max und Anna haben seit 2017 nur das Recht, ihren Vater für 3 Stunden in der Woche zu sehen (unter Aufsicht im Kinderschutzzentrum). Das entspricht dem Scharia-Standard in Dubai. Seit Mai 2018 scheitert das Gericht daran, diese 3 Stunden pro Woche durchzusetzen.

3.Reisepässe von beiden Herkunftsländern: Die Gerichte in Dubai haben drei Anträge des Vaters abgelehnt, dass die Mutter die notwendigen Unterlagen verfügbar machen soll, um auch deutsche Pässe zu beantragen. Die Mutter weigert sich, diese Unterlagen zur Verfügung zu stellen und nimmt den Kindern somit ein Stück ihrer Identität.

4.Unterricht in beiden Sprachen der Eltern: Max und Anna sind derzeit in einem Kindergarten, wo an drei Tagen in der Woche Deutsch geprochen wird. Seit 2018 weigert sich die Mutter, die notwendigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen, um wenigstens Max in der Grundschule anzumelden, wo zumindest zum Teil Deutsch gesprochen wird. Inzwischen sind die Wartelisten voll. Dadurch, dass die Gerichte die Anträge des Vaters abgelehnt haben, kann es sein, dass Max und Anna ihr Deutsch verlernen und ein weiteres Stück ihrer Identität verlieren.

5.Familienbesuche in beiden Herkunftsländern: Max und Anna sollte es möglich sein, ihre beiden Familien zu besuchen, in Deutschland und in Kanada. Bevor die Mutter sie in ihre Obhut nahm, sind Max und Anna jedes Jahr für mehr als einen Monat mit ihrem Vater nach Deutschland gereist. Die Kinder hatten eine enge Beziehung zu ihrer inzwischen sehr kranken Grossmutter. Die Gerichte haben die Anträge des Vaters, den Kindern eine Reise nach Deutschland zu ermöglichen, bisher alle abgelehnt. Der Mutter allerdings wurden Reisen mit den Kindern genehmigt, z.B. nach Singapur, wo die Kinder keine Familie haben.

Anna und Max mit ihrem Vater, Iradj El-Qalqili (bei einem der seltenen Wiedersehen vor langer Zeit)