Der Fall von Aryan und Patrick Hoenicke

Aryan (2 Jahre alt), besitzt sowohl die deutsche als auch die indische Staatsangehörigkeit. Aryan’s Mutter hat ihn im März 2018 von seinem Vater getrennt und ist gemeinsam mit ihm aus der elterlichen Wohnung ausgezogen, und unterbindet seit November 2018 jeglichen Kontakt zwischen Sohn und Vater.

Im Dezember 2018 hat das Gericht in Dubai einem Eilantrag auf regelmäßigen Umgang zwischen Sohn und Vater in erster Instanz widersprochen. Erst durch eine Beschwerde gegen dieses Urteil hat das Gericht im Februar 2019 den Umgang für 2 Stunden pro Woche an 4 Samstagen gestattet, das Urteil hat nur eine Gültigkeit von 4 Wochen. Wie in dem Urteil angeordnet, finden die Besuche zwischen Sohn und Vater in einem Spielzimmer des Wohnhauses der Mutter in Dubai statt. Sobald das Urteil umgesetzt ist und die 4 Wochen vorbei sind, muss der Vater wieder einen weiteren Antrag beim Gericht stellen – für Wochen, wenn nicht Monate, wird dann vermutlich wieder kein Kontakt möglich sein.

Somit werden Aryan, sogar trotz gültiger und bestehender Ehe seiner Eltern, keine Rechte auf regelmäßigen Umgang und Beziehung zu beiden Elternteilen gestattet.

Zum Beispiel reist Aryan’s Mutter aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit (fliegendes Personal als Kabinenbesatzung) oft tageweise ins Ausland, und Aryan wird rund um die Uhr von einer Nanny betreut. Im bereits beantragten Eilverfahren wurde es vom Gericht  ebenso untersagt, dass Patrick seinen Sohn Aryan sowie die Nanny doch zumindest für die Zeit zurück in die elterliche Wohnung holen kann, welche die Mutter auf Reisen im Ausland verbringt.